| Wir haben ein sehr umfangreiches An-
gebot an Gruppentherapien, da sich Pro-
bleme und Konflikte sehr unterschiedlich in die Persönlichkeit eines Menschen hineinweben. Ein breites Angebot an Stimulationen ist daher eher geeignet, auch dann einen Zugangsweg zu öffnen, wenn auf der "Hauptstraße", d.h. auf dem direkten Zugang im Gespräch, die verlorenen Enden der Problemknoten nicht aufgenommen werden können.
Obligatorisch ist die Teilnahme an den beiden Klein- und an der Großgruppe. Hier wird konfliktzentriert gearbeitet. Therapeutisch wichtige Schritte ins Neuland können erprobt werden. Die Gruppen sind auch Begegnungsforum und daher ist es hier möglich, das Zusammenleben in der Therapeutischen Gemeinschaft und die hier entstehenden Konflikte zu thematisieren.
Weitere Gruppentherapien:
Körpertherapie und Körper-
wahrnehmung
Beide Gruppen orientieren sich an dem gleichen Ziel, ein körperverhaftetes und am Spüren orientiertes Selbstwertgefühl zu fördern. Die Art des Zugangs ist jedoch unterschiedlich.
Kunsttherapie und
Kreativgruppe
Die Darstellung und Gestaltung mit Farbe, Ton und anderen Materialen eröffnet einen direkten Weg ins das Unbewusste, an dem deutend gearbeitet wird.

Gestaltung macht Freude und läßt Unbewußtes sprechen.
Musiktherapie
Ausdruck und kommunikative Möglichkeiten können erfahren und verbessert werden mit Hilfe von verschiedenen Tonerzeugungs-
instrumenten.

Ton angeben, auf die Pauke hauen, zarte Seiten anklingen lassen etc. können hier die Themen werden.
Scriptgruppe
Hier werden Informationen zur Konfliktgenese und Anregungen zu deren Auflösung vermittelt. Es geht aber nicht in erster Linie um Wissensvermittlung, denn Wissen allein verändert nicht. Die Kenntnis des eigenen Lebensscriptes kann auch bei der Überwindung von Handlungshürden helfen.
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Hier erfährt man
sich selbst im Kontakt zu anderen
Lebensfreude
Im gemeinsamen spielerischen Umgang mit Aufgaben und Kontaktsituationen wird die "kindliche Perspektive" angesprochen, die oft mit dem Erwachsensein verloren geht, aber ein wichtiger Bestandteil einer sensiblen und ausdruckstarken Lebensgestaltung ist.
Ärgergruppe
Da die Fähigkeit zum lebendigen Ausdruck von Ärger und Abgrenzung aus Angst vor Verlust von Zuwendung verloren gehen kann, wird eben dieser Ausdruck hier geü bt. Da unterdrückter oder übermäßig kontrollierter Ärger oft wie ein Ölteppich über den anderen Gefühlen hängt, geht es hier immer auch um den Umgang mit der eigenen Gefühlswelt insgesamt. So kann ein wichtiger Teil der Ich-Identität zurückerobert werden.
Dramatherapie
Hier kann man in einer theaterähnlichen Atmosphäre verschiedene Rollen spielend kennenlernen. Besonders "abgelehnte Rollen" bergen oft viele wertvolle Anteile, die in ungefährlicher Umgebung erforscht werden wollen.

Lebendige Gesten intensivieren das Gefühlsleben.
Frauen-/Männergruppe
Für die Bearbeitung bestimmter Themen ist es förderlich, wenn dies im Rahmen einer ge-
schlechtskonformen Gruppe geschehen kann.
Transfergruppe
In den letzten Wochen des stationären Aufent-
haltes kommt die Frage in den Vordergrund, wie die Veränderungen und neuen Lebenselemente in die Alltagssituation zu Hause umgesetzt werden können. Diese Themen werden hier sowohl in der Gruppe als auch in der Einzeltherapie gezielt bearbeitet und mit Erprobungsschritten (und auch Erprobungsaufenthalten zu Hause) begleitet.
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