Private Akutklinik für Psychiatrie, Psychosomatik & Psychotherapie

Hilfe bei PTBS & Traumafolgen

Wenn einschneidende Erlebnisse den Berufsalltag überschatten, kann PTBS bei Lokführern entstehen und das innere Gleichgewicht nachhaltig erschüttern. Bilder, Gedanken und Gefühle lassen sich oft nicht einfach abschalten – selbst dann nicht, wenn das Erlebte längst vorbei ist. In unserer Privatklinik am Leisberg finden Lokführer einen geschützten Ort, an dem diese Erfahrungen ernst genommen werden und Raum zur Verarbeitung bekommen.

Psychische Belastungen bei Lokführern

Lokführer erleben in ihrem Berufsleben durchschnittlich zwei traumatische Ereignisse durch Personenunfälle mit tödlichem Ausgang. Solche Erlebnisse können zu Posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) führen. Eine besondere Herausforderung besteht in der Angst vor einer erneuten Traumatisierung sowie dem belastenden Täter-Opfer-Gefühl, das viele Betroffene nach einem Unfall entwickeln.

Der lange Bremsweg und die Unvermeidbarkeit des Unglücks hinterlassen oft tiefe seelische Spuren. Viele Lokführer versuchen zunächst, ihre psychische Belastung zu verdrängen. Doch anhaltende Symptome wie Stimmungsschwankungen, emotionale Abstumpfung, Antriebslosigkeit oder körperliche Beschwerden sind Warnsignale, die nicht unbeachtet bleiben sollten.

Durch gezielte teil- oder vollstationäre psychotherapeutische Behandlung kann Betroffenen wirksam geholfen werden. Neben gesprächstherapeutischen Ansätzen können auch körperorientierte Verfahren dabei unterstützen, Trauma-Folgen zu verarbeiten und langfristig das Wohlbefinden zu verbessern.

Symptome von PTBS bei Lokführern:

Eine PTBS infolge belastender Ereignisse im Berufsalltag von Lokführern kann vielfältige Symptome hervorrufen, die das persönliche Wohlbefinden und den Alltag deutlich einschränken. Nachfolgend finden Sie typische Folgen:

Psychische Symptome
  • Wiederkehrende belastende Erinnerungen oder Flashbacks
  • Albträume oder intrusive Gedanken an das Erlebte
  • Starke innere Anspannung, Nervosität oder Reizbarkeit
  • Angstzustände, Panikattacken oder plötzliche Unruhe
  • Gefühl von emotionaler Abstumpfung oder innerer Distanz
  • Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen
  • Schuldgefühle oder Grübeln über das Geschehen
Körperliche Symptome
  • Schlafstörungen (Ein- und Durchschlafprobleme, frühes Erwachen)

  • Erhöhte Schreckhaftigkeit

  • Herzklopfen, Zittern, Schwitzen

  • Kopfschmerzen, Muskelverspannungen

  • Erschöpfung und schnelle Überforderung

Berufliche & soziale Anzeichen
  • Vermeidung bestimmter Strecken, Situationen oder Arbeitsabläufe

  • Angst vor erneuten Einsätzen oder Leistungsabfall im Dienst

  • Rückzug von Kollegen, Familie oder Freunden

  • Gefühl von Entfremdung vom eigenen Beruf

  • Zunehmende Krankmeldungen oder Gedanken an Berufsaufgabe

Wir begleiten Sie mit einer einfühlsamen, ganzheitlichen Therapie, die traumafokussierte Behandlung mit bewährten psychotherapeutischen Verfahren verbindet. Dabei stehen persönliche Gespräche, Stabilisierung und das schrittweise Wiedererlangen von innerer Sicherheit im Mittelpunkt.