Neues aus der Klinik am Leisberg

10.11.2017

Tagesklinik

Wir planen die Einrichtung einer Tagesklinik für 2019. Diese würde - sofern die Stadt Baden-Baden unsere Umbau-Pläne genehmigt - an den Neubau anschließen. Sollte dies nicht der Fall sein, werden wir sie in die vorhandene Bausubstanz integrieren. Bei der Anbau-Lösung würde auch eine Lehrküche eingerichtet, so dass wir unsere Angebote, die auf einen guten Wiedereinstieg in den Alltag ausgerichtet sind, erweitern könnten.


24.10.2018

Ärztl. Direktor Dr. Th. Falbesaner und Dr. Alexander Cherdron

Chefarzt Dr. Norbert Schmidt und
Dr. Alexander Cherdron

Vortrag Dr. Alexander Cherdron

"Väter und ihre Söhne"

Es sprach im Rahmen des Weiterbildungsprogrammes Dr. Alexander Cherdron zu knapp 70 Interessierten. Der Vortrag baute auf das Buch des Referenten „Väter und ihre Söhne – Eine besondere Beziehung“ auf.
Nach einem historischen Abriss der Vater-Sohn-Beziehung wurden das Vaterbild im Wandel der Zeit und die Veränderung der Vaterrolle beleuchtet. Das typische Männerbild wurde im Verlauf der vergangenen Jahrzehnte stark in Frage gestellt und in der Folge haben viele Jungen in ihrer Entwicklung eine undeutliche männliche Identität. Hinzu kommt, dass immer mehr Kinder in einer „unvollständigen Familie“ aufwachsen, in der meistens der Vater fehlt, entweder als Folge von Trennung oder auch von beruflicher Abwesenheit. So wird das Männerbild des heranwachsenden Mannes oft von der Mutter definiert und nicht in der Triangulierung, d.h. in der Dreierbeziehung zwischen Mutter, Vater und Kind.
Dies kontrastiert damit, dass die neuere Forschung dem Vater eine deutlich wichtigere Rolle für die Entwicklung zuordnet, als dies früher der Fall war. So gestalten Väter ihre Beziehung zu ihren Söhnen anders, als dies die Mütter tun. Sie bauen Konkurrenz auf, spielen abenteuerlicher, setzten Grenzen und bieten sich zum Kräftemessen an, während die Mütter in ihren Interaktionen eher entspannend und kooperativ sind.

In einer Fallstudie hat man zum Beispiel Eltern von knapp einjährigen Kindern Rampen bauen lassen. Sie sollten sie so steil bauen, dass sie denken, dass ihr Kind diese runterkrabbeln kann. Die Rampen der Väter waren 30 Prozent höher als die der Mütter. Eine Kombination dieser Erziehungsstile wäre für eine vollständige Entwicklung wichtig, findet aber leider eher selten statt. Die erwachsenen Männer orientieren sich daher in ihrer Selbstdefinition nicht selten an medial angebotenen Vorbildern wie z.B. Gangster Rappern oder Figuren aus Animationsspielen wie z.B. „World of Warcraft“. Daher wäre es wichtig, mehr Männer z.B. in Kitas oder Grundschulen zu holen. Um Kinder mit positiven Vorbildern in Kontakt zu bringen.

Weiterhin beleuchtete Dr. Cherdron die Einflüsse, die Väter über unerfüllte Wünsche und frustrierte Hoffnungen unbewusst an ihre Söhne weitergeben. Solche „unbewussten Aufträge“ werden später oft zum Gegenstand einer Psychotherapie, wenn sie sich als konflikthaft für den Lebensvollzug erwiesen haben. Sie können auch zur Grundlage für besondere Lebensleistungen z.B. im Rahmen einer politischen Karriere werden.

Der Vortrag wurde mir einer anregenden Diskussionsrunde abgeschlossen, nach der sich die Teilnehmer zum Buffet der Klinik begaben. Bei vorzüglichem Essen wurde auch das Thema „Väter und ihre Söhne“ weiter erörtert.

Den Vortrag können Sie sich auch hier als Video anschauen. Falls Sie Probleme mit dem Abspielen haben, nehmen Sie Firefox als Browser, damit geht es.

16.06.2018

Das Ehemaligentreffen

Am 16.06.2018 fand, wie in jedem Jahr, das Ehemaligentreffen statt, zu dem diesmal rund 100 Ehemalige aus ganz Deutschland gekommen waren. Es war zeitweise brütend warm und auch im anderen Sinne herrschte eine sehr warme Atmosphäre.

Nach der Begrüßung berichteten viele Ehemalige im offenen meeting von ihren Erfahrungen. Die persönlichen Mitteilungen ließen ein farbiges Bild von den unterschiedlichen Wegen in Richtung Gesundung entstehen. In den Berichten der mutigen RednerInnen wurde spürbar, wie "Gesund-werden" geht. Viele hatten ihren Lebensmut wiedergefunden und konnten Konflike und Stress auf der Seite "das gehört dazu" verbuchen.

Nach dem Mittagessen war Zeit, sich persönlich auszutauschen. Am Nachmittag fanden dann die Sprechstunden bei den Bezugstherapeuten statt und anschließend stand ein vielfältiges Angebot an Gruppen auf dem Programm.

Vor dem Abschied gab es noch den bunten Vorabend, bei dem Lieder, Gedichte und Zaubereien vorgetragen wurden. Für alles gab es heftigen Beifall.

Nach der Verabschiedung mit dem Resümee, dass es schön wäre, wenn beim nächsten Treffen wieder mehr Sketche stattfänden, folgte zum Abschluss des Tages ein schmackhaftes Grill-Abendessen. Auch am nächsten Morgen zum traditionellen Brunchen waren noch einige Ehemalige und Derzeitige dabei. Wir danken allen, die an dem Treffen teilgenommen haben, vor allem den Ehemaligen, die mit ihren Veränderungen eindrucksvoll eine Idee von Gesundung mitgestaltet haben!!!

Wir hoffen, dass Sie am 22. Juni 2019 wieder den Weg zu uns finden zu unserem nächsten Ehemaligentreffen. Alle Ehemaligen erhalten dazu eine Einladung.

So lange dauert es noch bis zum nächsten Ehemaligentreffen!

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Klinik am Leisberg

Eine Klinik der Rheintal-Klinikbetriebsgesellschaft mbH

Geschäftsführer: Dr. Th. Falbesaner

Sitz: Baden-Baden

Eingetragen beim Amtsgericht Mannheim HRB 202167

Adresse

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Fon: 07221 - 39 39 30
Fax: 07221 - 39 39 350

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